- Automotive-mobility, Ngin-teaser

Berliner Unicorn : Auto1 soll sich für Kauf von Autoscout24 interessieren

Erst vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass der Kleinanzeigenportalbetreiber Scout24 offen für einen möglichen Verkauf seiner Autosparte ist. Jetzt meldet das Manager Magazin einen potenziellen Interessen für Autoscout24 – und der ist in der deutschen Startup-Szene kein Unbekannter. Laut dem Medienbericht soll das Berliner Startup Auto1 (Betreiber von Wirkaufendeinauto.de) ein Angebot für das Anzeigenportal vorbereiten. Nach Angaben des Magazins könnte Autoscout24 dabei einen Wert von weit mehr als einer Milliarde Euro einspielen.
Das nötige Kapital könnte Auto1 durchaus zusammenbekommen. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde über 460 Millionen Euro wurde das Startup mit 2,9 Milliarden Euro bewertet. Insgesamt hat das Unternehmen bisher knapp 900 Millionen Euro Funding von Investoren wie DN Capital und JP Morgan eingeworben. Die 2012 von Christian Bertermann und Hakan Koç gegründete Firma gilt damit als eines der größten Unicorns in Deutschland.
Inwiefern es aber wirklich zu einem Verkauf von Autoscout24 kommt und ob sich Auto1 daran tatsächlich beteiligen wird, ist laut Manager Magazin noch unklar. Auf Anfrage von Gründerszene wollte sich Auto1 zu etwaigen Übernahme-Überlegungen nicht äußern. 
Ein Kauf, der in die Strategie passen würde
Das Startup betreibt einen Onlinemarktplatz für den Kauf und Verkauf gebrauchter Fahrzeuge. Über Wirkaufendeinauto.de erwirbt es gebrauchte Autos, verkauft diese an Autohändler weiter und verdient an einer Handelsmarge. Mittlerweile können auch Händler direkt unter „Wkda Fahrzeugmarkt“ Autos verkaufen.
Laut Manager Magazin passt der Kauf von Autoscout24 in die Strategie von Auto1. Auf Autoscout24 können Kunden ihren PKW selbst verkaufen. In dieses Geschäft wolle Auto1-Gründer Koç schon länger einsteigen, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Schon Anfang des Jahres habe es ein Gespräch mit den Scout24-Betreibern in diese Richtung gegeben, das allerdings erfolglos verlaufen sei.
Vor kurzem schrieb das Wirtschaftsmagazin Capital, dass Auto1 nun doch nicht ins außereuropäische Ausland expandieren wolle. Vielmehr sei das Ziel, sich auf weitere Produkte zu konzentrieren, hieß es in dem Bericht.