- Business, Fintech

Cookies-Nachfolger: Payment-App Wavy wird eingestellt

Klarna-CEO Sebastian Siemiatkowski und der ehemalige Cookies-Macher Lamine Cheloufi (von links)
Klarna stellt die App Wavy ein, das teilte das schwedische Payment-Unternehmen seinen Kunden in einer Mail mit. Mit der App ließen sich kleine Geldbeträge zwischen Freunden hin und her schicken, ein sogenanntes Peer-to-Peer-Payment (P2P). Klarna kündigt an, die Funktion in die eigene App einzubinden.
In einer Mitteilung von Klarna heißt es, man habe aus „Teilen der Wavy-Technologie“ einen Bezahlservice für Studenten entwickelt. Diese können ihre Mensa-Karte einbinden und dann mit der Klarna-App bezahlen. Erster Kooperationspartner ist das Studierendenwerk Düsseldorf.
Mit dem Ende von Wavy ist nun eine der letzten deutschen P2P-Payment-Apps vom Markt. Schon die Anbieter Cringle, Lendstar, Avuba und Cashlink haben ihr Angebot eingestellt. Alle wollten an den Erfolg der US-amerikanischen Paypal-Tochter Venmo anschließen. Das ist in Deutschland nicht gelungen.
Wavy selbst hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani hatte als erster Investor das Startup zusammen mit den Gründern Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi aufgebaut, damals noch unter dem Namen Cookies. Nach einem Streit zwischen den Gründern musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Klarna kaufte damals Teile des Unternehmens aus der Insolvenz. Nach dem Neustart unter dem Dach von Klarna waren die Ziele vor zwei Jahren groß: „Wir wollen in Europa der führende Anbieter für Peer-2-Peer-Payment werden“, sagte Lamine Cheloufi damals gegenüber Gründerszene.

P2P-Payment:

Das Drama nach dem Hype – Cookies hat Insolvenz angemeldet

Schnelles Aus nach einem großen Hype? Die Payment-App Cookies hat Insolvenz angemeldet. Es gab Streit im Management, eine Finanzierung platzte.

Bild: Klarna; ein Statement von Klarna wurde ergänzt.