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Exklusiv: DHDL-Startup Fittaste stellt Insolvenzantrag

Die Fittaste-Gründer Konstantin (links) und Benjamin Ladwein (rechts) mit Frank Thelen. Der Fernsehinvestor hatte 300.000 Euro in das Startup gesteckt.
Das Food-Startup Fittaste hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Gründer Konstantin Ladwein nennt als Ursache für die finanziellen Probleme zu schnelles Wachstum. Das Unternehmen habe „den daraus resultierenden Anforderungen“ nicht mehr gerecht werden können, wird Ladwein in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Thomas Schmidt zitiert.
Investitionen des Startups hätten „nicht in jedem Fall zum erwünschten Erfolg“ geführt und seien „nicht mehr durch das laufende Tagesgeschäft zu revidieren“. Der Geschäftsbetrieb werde trotz Insolvenzantrag fortgeführt, heißt es weiter, Bestellungen würden weiterhin bearbeitet und ausgeliefert. Schmidt kommuniziert in der Mitteilung zudem, das Ziel der Insolvenz sei, „die Fittaste GmbH zu sanieren und zukunftsfähig zu machen“.
Fittaste verkauft Fertiggerichte, die sportlichen Personen entweder beim Muskelaufbau oder beim Abnehmen helfen sollen. Die Mahlzeiten werden per Paket geliefert und kosten sechs bis zehn Euro pro Portion. Konstantin Ladwein und sein Bruder Benjamin gründeten die Firma 2014. 
Die Gründer hatten einen prominenten Förderer: Frank Thelen ist seit 2017 an Fittaste beteiligt. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ investierte er 300.000 Euro gegen 25 Prozent der Anteile an dem Trierer Startup. Vergangenes Jahr erhöhte Thelen seine Anteile auf 33 Prozent, wie aus dem Handelsregister hervorgeht. Die restlichen zwei Drittel gehören beiden Gründern zu jeweils gleichen Teilen. Nach Thelens Einstieg hatte sich das Geschäft laut der Gründer positiv entwickelt: 2016 sprachen sie von einer Million Euro Umsatz, 2017 wollten sie 1,8 Millionen Euro einnehmen. Neuere Zahlen sind nicht bekannt. 

FitTaste:

Das DHDL-Startup, das 300.000 Euro von Frank Thelen einsackte

FitTaste will Fertiggerichte für Sportler gesünder und wohlschmeckender als die Konkurrenz anbieten. Bei „Die Höhle der Löwen“ konnten sie einen Investor überzeugen.

„Als VC-Investor müssen wir damit rechnen, dass einige unserer Portfolio-Unternehmen nicht das eingesetzte Kapital zurückspielen“, so Thelen schriftlich gegenüber Gründerszene. Zu „Die Höhle der Löwen“ gehöre „leider auch dazu, dass Unternehmen sich nicht wie erhofft entwickeln“. Zuletzt hatte etwa auch das Thelen-Portfoliounternehmen Von Floerke mit Problemen gekämpft. Andere seiner DHDL-Beteiligungen, etwa Ankerkraut und 3Bears, arbeiten allerdings seit Jahren erfolgreich. 
Bild: VOX / Bernd-Michael Maurer