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Job-Bewertungsplattform: So lief die US-Expansion für Kununu

Kununu-CEO Moritz Kothe wird aus den USA zurück nach Deutschland kommen.
Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu ist in den USA sehr viel schneller gewachsen als im deutschsprachigen Heimatmarkt, aber nach wie vor nicht profitabel. Das hat CEO Moritz Kothe, der vor drei Jahren in die Staaten ging, um das dortige Geschäft mit aufzubauen, dem Handelsblatt erzählt. Im Juni wird er von Boston zurück nach Hamburg ziehen, möchte das aber nicht als Zeichen des Scheiterns verstanden wissen.
Innerhalb der vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Kununu-Berwertungen in den USA laut Kothe mehr als verdoppelt – auf über eine Million. Die Zahl der bewerteten Unternehmen vervierfachte sich demnach im gleichen Zeitraum auf 250.000.
Um in den USA erfolgreich zu sein, erweiterte Kununu seine Bewertungskriterien von 13 auf 18 und ging ein Joint Venture mit Monster ein. Die Jobplattform sollte beim Finden von Geschäftspartnern und in juristischen Fragen helfen. Vor kurzem wurde die Zusammenarbeit jedoch beendet. „Monster hat uns anfangs extrem geholfen, leistet aber keinen relevanten Beitrag zur Wertsteigerung mehr“, sagte Kothe dem Handelsblatt. Im Bostoner Büro sollen 15 Mitarbeiter nun vor allem den Vetrieb ausbauen.
Auf Kununu können Arbeitnehmer ihr Unternehmen bewerten, was diesen wiederum beim Employer Branding helfen soll. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und 2013 von der Jobplattform Xing gekauft. Diese hat laut Handelsblatt in den vergangenen drei Jahren 7,5 Millionen Euro in den US-Ableger investiert. „Das Geschäft hat sich erfreulich entwickelt, was die Anzahl der Reviews angeht“, sagte Xing-CEO Thomas Vollmoeller der Zeitung. Jetzt gelte es, „das Thema Monetarisierung weiterzuentwickeln.“

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Bild: Kununu