- Karriere

Remote Work: Das sind Googles Tipps für weltweit verteilte Teams

Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, sich auch virtuell kennenzulernen.
Die Entwickler sitzen in Israel, die Chefs in San Francisco und ein Großteil der Mitarbeiter in Tokyo. Wöchentliche Besprechungen und Meetings mit den Kollegen in anderen Zeitzonen sind für Firmen eine Herausforderung. Google ist das beste Beispiel dafür. Der Konzern hat rund 100.000 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern. Um zu zeigen, wie Teams trotz zeitlicher Unterschiede und räumlicher Trennung gut zusammenarbeiten können, hat das Unternehmen Guidelines für andere Firmen herausgegeben, sogenannte Playbooks (PDF). Die darin enthaltenen Vorschläge sind das Ergebnis einer Studie, die Google mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt hat.
Googles wichtigste Erkenntnis: Kollegen sollten die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen. Statt bei Teammeetings direkt zur Tagesordnung überzugehen, sollten Führungskräfte lieber mit einer offenen Frage einsteigen. Die könnte zum Beispiel lauten: „Was haben Sie am Wochenende gemacht?“. So lassen sich laut Google auf einfache Weise Beziehungen der Kollegen untereinander aufbauen.
Die New Yorker Kollegen haben kein Problem damit, sich nach der Mittagspause zur Videokonferenz zuzuschalten? Andere fangen später an zu arbeiten und bleiben dafür länger. Führungskräfte sollten keine Annahmen über die bevorzugte Arbeitszeit ihrer Angestellten machen, rät Google. Stattdessen sollten diese gefragt werden, wann sie Besprechungen abhalten möchten.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Führungskräfte sollten Teammitgliedern die Möglichkeit geben, sich persönlich auszutauschen und dafür auch zu Besprechungen in andere Länder reisen können. Das stärke virtuell aufgebaute Beziehungen der Teammitglieder untereinander und hebe sie auf eine neue persönliche Ebene.

Giant Swarm:

Ein Büro braucht kein Mensch

Die 24 Mitarbeiter von Giant Swarm arbeiten über Europa verteilt. Es gibt keinen Hauptsitz, sie kommunizieren nur im Chat. Eine Herausforderung, auch für den Teamgeist.

Laut eigenen Aussagen setzt Google seine Tipps selbst täglich um. Das Unternehmen veranstalte virtuelle wöchentliche Mittagessen, um Raum für Gespräche zwischen Teammitgliedern zu schaffen. Außerdem verschicke man regelmäßig Mails, um zum Beispiel Ziele für die kommende Woche festzulegen oder Probleme bei der Erledigung von Arbeiten ausfindig zu machen.
Bild: Luis Alvarez/Getty Images