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Sponsored Post: 7 Fehler, die Gründer in der Startphase machen

#1 Finanzen aus den Augen verlieren
Laufende Geldströme tagtäglich zu beobachten, ist mühsam, aber gerade zu Beginn sinnvoll. Die Ein- und Ausgänge auf den relevanten Konten sollten gesichtet werden, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Gleichzeitig machen sich Gründer so vertraut mit den wiederkehrenden Posten. Denn ohne ausreichendes Finanzpolster dürften die ersten ausbleibenden Rechnungszahlungen schnell zu einer schleichenden Überschuldung führen. Dies ist außerdem der Zeitpunkt, ein Mahnwesen zu etablieren, um Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken.
Eine weitere Baustelle ist das Thema Geschäftskonto. Was viele frischgebackene Selbständige nicht wissen: Jede Privatbank – mit der Ausnahme von Sparkassen – darf den Girovertrag ihrer Geschäftskunden ohne besonderen Anlass oder Angabe von Gründen kündigen. Was wäre die Konsequenz, wenn dieser Fall beim einzigen Geschäftskonto tatsächlich eintritt? Von heute auf morgen wäre das Unternehmen handlungsunfähig und müsste auf die Schnelle eine andere Bank finden, die ein neues Firmenkonto bereitstellt. In der Praxis ist dieser abrupte Umzug eine echte Herausforderung, der zudem noch richtig teuer werden kann. Um diesem Horrorszenario vorzubeugen, sollten Startups rechtzeitig mehrere Geschäfts- und Tagesgeldkonten einrichten – und mindestens eins davon bei einer Sparkasse.
#2 Marktveränderungen verschlafen
Wer den eigenen Markt nicht kennt, kann auf Dauer nicht vorne mitspielen. Viele Gründer machen sich bei der Erstellung des Businessplans einige Gedanken über Kundenbedürfnisse und die Wettbewerber, aber genau diese verändern sich stetig. Nach der Gründung wird die Marktbeobachtung nicht selten eine Weile vernachlässigt, weil der eigene Launch alle verfügbaren Ressourcen in Anspruch nimmt. Doch gerade bei schnelllebigen Produktzyklen sind die eigenen Stellschrauben stark abhängig von den aktuellen Marktbewegungen der Konkurrenz. Deshalb müssen schon früh Analysemethoden und aussagekräftige Kennzahlen definiert und angewendet werden, mit deren Hilfe der Markt verfolgt werden kann.
#3 Buchhaltung vernachlässigen
Wenige Startups haben Gründer mit im Boot, die neben dem branchenrelevanten Fachwissen auch die nötigen buchhalterischen Basics beherrschen. Was ist eine häufige Folge? Die Bücher bleiben liegen oder werden mehr schlecht als recht nebenbei geführt. Belegstapel und falsche Buchungen sind nicht selten das unschöne Ergebnis, das ein Steuerberater am Ende des Geschäftsjahres mit großem Aufwand für den ersten Jahresabschluss korrigieren muss. Im schlimmsten Fall drohen saftige Strafgelder der Finanzbehörde.
#4 Fehler im Geschäftsmodell ignorieren
Eine innovative Geschäftsidee in ein funktionierendes Geschäftsmodell umzuwandeln, ist einfacher gesagt als getan. Oft ist die Startphase eine aufreibende Trial-and-Error-Phase, bis sich die ersten Erfolge einstellen. Was passiert aber, wenn das Modell in der Praxis einfach nicht umsetzbar ist und der Proof of Concept ausbleibt? In dieser Situation sollten Gründer mithilfe einer schnellen Strategiewende die Reißleine ziehen, um noch die Pleite zu verhindern. Riskiert das Gründerteam den sogenannten Pivot nicht, geht das Business in vielen Fällen schneller unter als erwartet – und damit auch das komplette Startkapital.
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#5 Familie ausklammern, Zweiflern Gehör schenken
Was bedeutet die neue Selbständigkeit für die Liebsten? Wer diese Frage nicht schon im Vorfeld durchdenkt und realistisch mit den betroffenen Personen diskutiert, muss sich auf Verluste im sozialen Umfeld einstellen. Partner, Kinder und Freunde sollten nicht nur Teil der Work-Life-Balance sein, sondern auch zum Kreis der Unterstützer gehören. Besonders wenn die eigene Familie nicht auf die zeitliche Belastung einer Unternehmensführung vorbereitet ist, entstehen unvermeidlich Konflikte. Gründer sollten hier proaktiv handeln und ganz offen mit dem engsten Kreis besprechen, welche zeitlichen und räumlichen Entbehrungen in den ersten Monaten oder Jahren bevorstehen können.
Gleichzeitig ist es oft nötig, sich als Unternehmer von gewissen Stimmen abzuschirmen. Fast jeder kennt sie – Bedenkenträger und Zweifler aus dem Bekanntenkreis, die ein ganzes Potpourri an ungebetenen und uninformierten Ratschlägen in petto haben. In der Anfangsphase sollten diese Personen mit einer klaren Sprache entmutigt werden, sich zur Geschäftsidee oder deren Umsetzung zu äußern. Mit einer solchen Haltung machen sich Gründer nicht überall beliebt, filtern aber gezielt diejenigen Freunde und Bekannten heraus, die sie tatsächlich mit konstruktiver Kritik und wertvollen Ideen unterstützen wollen.
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#6 Businessplan veralten lassen
Das Geschäft ist immer in Bewegung und selten treffen die Prognosen aus der Gründungsphase exakt zu. Während des ersten Geschäftsjahres muss deshalb ein konstantes Nachschärfen der Ziele stattfinden. Den Businessplan komplett ruhen zu lassen, rächt sich spätestens dann, wenn die ersten wichtigen Ereignisse verschlafen wurden. Deshalb sollten Kennzahlen und weitere Inhalte einmal in der Woche im Kreis aller Gesellschafter besprochen und – falls nötig – neu ausgelotet werden. In einem solchen Jour fixe können außerdem akute Probleme und Feedback aufgearbeitet werden.
#7 Schutz des Privatvermögens versäumen
Mit einer Haftungsbeschränkung zu gründen, ist nur der erste Schritt, um das private Vermögen vor dem unternehmerischen Risiko zu schützen. Andere Gefahren werden dabei jedoch nur zu oft übersehen: Geschäftsführer haften persönlich für Nachlässigkeiten im Bereich Finanzen – und die passieren schneller als erwartet. In der Anfangsphase sollten Unternehmer deshalb essentielle Versicherungen abschließen: Neben einer Berufshaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung sind die Bedürfnisse an den Versicherungsschutz sehr individuell. Noch wichtiger ist der Vermögensschutz bei Unternehmen ohne beschränkte Haftung. Eine ausführliche Beratung vom Profi ist daher unverzichtbar.
 
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