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Während du schliefst: Amazon-Mitarbeiter können Adressen von Alexa-Nutzern ermitteln

Dave Limp, Senior Vice President von Amazon, stellte in Seattle neue Alexa-fähige Produkte vor.
Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.
Die Top-Themen:
Nachdem aufgedeckt wurde, dass einige Amazon-Mitarbeiter Alexa-Sprachaufnahmen anhören, folgt nun der nächste Schock: Einige Mitarbeiter des Alexa-Datenservices haben Zugriff auf Standortdaten und können in einigen Fällen problemlos die Heimatadresse eines Kunden finden. Das berichteten laut Bloomberg fünf Mitarbeiter, die mit dem Programm vertraut sind. Mitarbeiter in Boston, Rumänien, Indien und Costa Rica hören Privatgespräche an und analysieren die Sprachaufnahmen von Alexa, um die Spracherkennung der virtuellen Assistentin verbessern zu können. Sie könnten allerdings auch auf die geographischen Koordinaten zugreifen, diese in eine Kartierungssoftware von Drittanbietern eingeben und so die Adresse von Alexa-Nutzern ermitteln. Hinweise darauf, dass Amazon-Mitarbeiter die Daten missbraucht haben, gibt es aber keine. [Mehr bei Bloomberg]
Auf Gründerszene lest ihr heute: Startup-Mitarbeiter verdienen wenig. In der Empörung über diese Zustände wird allerdings oft eines vergessen: In einem Startup anzufangen, ist auch eine Wette. Doch statt einfach mehr Geld zu fordern, sollten Mitarbeiter lieber an ihren Startups beteiligt werden. Laut ersten Erhebungen bieten bereits fast Dreiviertel der Berliner Startups ein Beteiligungsprogramm. Doch die Befragungen zeigen auch: In Europa hält nach wie vor meist nur das Management die Anteile. [Mehr bei Gründerszene]
Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:
Bei Facebook häuften sich die Skandale, doch die Geschäftszahlen sind gut: CEO Mark Zuckerberg rechnet damit, wegen Datenschutz-Verstößen eine Rekord-Strafe von bis zu fünf Milliarden US-Dollar an die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC zahlen zu müssen. Trotzdem machte das soziale Netzwerk einen Milliarden-Gewinn, wie der Quartalsbericht zeigt. [Mehr bei Süddeutsche Zeitung]
Tesla enttäuscht mit schwachen Quartalszahlen: Der Elektro-Autobauer blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Firma meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 4,54 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit 5,19 Milliarden US-Dollar gerechnet. [Mehr bei Reuters]

Das Startup Vue.ai, das eine KI-Plattform entwickelt hat, mit der Online-Händler effizienter arbeiten und mehr verkaufen können, sammelte in einer Series-B-Finanzierungsrunde 17 Millionen US-Dollar. [Mehr bei Techcrunch]

Microsoft nähert sich der Billion: Der Softwarekonzern vermeldete für das abgelaufene Quartal ein Umsatzwachstum von 14 Prozent auf 30,6 Milliarden US-Dollar. Zu verdanken hat die Firma dies ihrer Cloud-Sparte. Der Aktienkurs legte am Mittwoch zeitweise mehr als drei Prozent zu, womit der Börsenwert auf 990 Milliarden US-Dollar stieg. [Mehr bei VentureBeat]

Nach einer Finanzspritze im letzten Monat übernimmt das Cybersecurity-Startup Cyemptive die Adaptive Technology Group (ATG), ein 14 Jahre altes IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in der Region Seattle. Die Erfahrung von ATG soll vor allem im Kundenservice und Support des Startups hilfreich sein. [Mehr bei GeekWire]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Der kalifornische Carsharingdienst Getaround hat seinen europäischen Konkurrenten Drivy für rund 267 Millionen Euro übernommen. So soll ein neuer Weltmarktführer entstehen. Beide Unternehmen verfolgen identische Geschäftsmodelle: Privatpersonen vermieten ihre Fahrzeuge und nutzen fremde Pkw für den eigenen Gebrauch. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!
Eure Gründerszene-Redaktion
Bild: Stephen Brashear/Getty Images