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Während du schliefst: Facebook-Akquisitionen: Der letzte Gründer wirft das Handtuch

Oculus-Manager Nate Mitchell will sich eine Auszeit mit der Familie gönnen und reisen.
Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.
Die Top-Themen:
Facebook hat mit dem Abgang von Nate Mitchell den letzten noch verbleibenden Mitgründer seiner Akquisitionen verloren. Mitchell, Mitgründer des Virtual-Reality-Unternehmens Oculus, gab am Dienstag bekannt, dass er die Firma nach sieben Jahren nun verlässt. Facebook hatte Oculus 2014 für zwei Milliarden US-Dollar gekauft. Mitchell leitete die Virtual-Reality-Produktentwicklung bei Facebook.
Mitchell ist kein Einzelfall – auch sämtliche anderen Gründer haben ihre Firmen verlassen, nachdem Facebook sie aufgekauft hat. Mitchells Kollegen Palmer Luckey und Brendan Iribe schieden bereits 2017 und 2018 aus. 2018 kehrten auch Whatsapp-Gründer Jan Koum sowie die kreativen Köpfe hinter Instagram, Kevin Systrom und Mike Krieger, Facebook den Rücken zu.
Facebooks Image litt am Dienstag zudem durch die Nachricht, dass Mitarbeiter Sprachaufnahmen von Nutzern auswerteten, ähnlich wie dies auch Amazon, Apple und Google getan haben. [Mehr bei CNBC und The Verge]
Auf Gründerszene: Bis vor vier Jahren leitete Markus C. Müller das Europageschäft von Blackberry. Dann ließ er sich als Sterbebegleiter umschulen und sah, wie viele Menschen mit der Pflege ihrer Angehörigen überlastet sind. Jetzt will er Pflegenden mit einer App helfen. Nui soll die Organisation des Alltags erleichtern. [Mehr bei Gründerszene] 
Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:
Die US-Medienkonzerne CBS und Viacom fusionieren und wollen künftig die Produktion von Kinofilmen und Serien sowie Kabelfernsehen aus einer Hand anbieten, um mit Netflix und Disney konkurrieren zu können. Die beiden Unternehmen hatten in früheren Jahren bereits zusammengearbeitet, sich aber 2006 getrennt. [Mehr bei Bloomberg, The Guardian und Handelsblatt]

Amazon will laut eines Medienberichts zehn Prozent der indischen Firma Future Retail erwerben. Future Retail ist Indiens zweitgrößter Einzelhändler. Der Kauf zeigt, wie sehr US-Firmen wie Amazon oder Walmart um den aufstrebenden indischen Markt kämpfen. [Mehr bei Bloomberg]

Xiaomi etabliert sich ebenfalls immer besser in Indien und hat erneut die meisten Smartphones verkauft. Denn auch der Smartphone-Markt – der zweitgrößte der Welt – ist in Indien hart umkämpft. Die chinesische Firma hatte nun bereits seit acht aufeinanderfolgenden Quartalen die Nase vor Samsung. [Mehr bei Techcrunch]

JD.com hat im zweiten Quartal 23 Prozent mehr Nettoumsatz erwirtschaftet und hat zudem einen positiven Ausblick für das dritte Quartal gegeben. Im April hatte der chinesische Online-Händler noch Mitarbeiter entlassen müssen. Insgesamt sieht es derzeit so aus, als würden chinesische Unternehmen die Auswirkungen des Handelskrieges zwischen den USA und China besser überstehen als erwartet. [Mehr bei Reuters]

Snap setzt weiter auf seine Snapchat-Brille Spectacles: Eine dritte Version in limitierter Auflage soll Fotos und Videos aufnehmen, die anschließend über Snapchat geteilt werden können. Auch 3D-Effekte sollen möglich sein. [Mehr bei The Verge]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Tumblr-Gründer David Karp und Yahoo-Chefin Marissa Mayer hatten mit der Blog-Plattform einst große Träume. Doch trotz 471,6 Millionen Blog-Konten und rund 400 Millionen Seitenbesuchen im Monat hat sich das Konzept nicht in wirtschaftlichen Erfolg umsetzen lassen. Wie kam es, dass Tumblr von einer Milliardenbewertung zu einem Firmenwert von deutlich weniger als einem Prozent abstürzte? [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Mittwoch!
Eure Gründerszene-Redaktion
Bild: Noam Galai/Getty Images for TechCrunch