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Während du schliefst: Lithium-Boom geht in (Cannabis-)Rauch auf

Cannabis-Startups sind derzeit bei Investoren beliebt.
Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.
Die Top-Themen:
Lithium ist einer der Rohstoffe, der die „Revolution“ der Elektroautos ermöglicht hat. Doch um die Lithium-Produktion zu steigern und die Nachfrage abzudecken, brauchen die Minen Investitionen in Milliardenhöhe. Immer mehr Investorengelder fließen derzeit jedoch in die Cannabis-Industrie und bremsen somit die Elektromobilität aus.
Dies berichteten Bergbauunternehmen und Analysten auf der Lithium Supply and Markets-Konferenz in Santiago diese Woche. Sie kommentierten, dass sie bei Investorentreffen plötzlich halbleere Räume vor sich hätten, während das Bild im vergangenen Jahr, als die Preise für wiederaufladbare Batterien auf historischen Höchstständen waren, ein völlig anderes war. „Ein Großteil des Risikokapitals, das in den Lithiumsektor geflossen war, fließt jetzt in Cannabis“, sagte Tobias Tetter, Geschäftsführer des in Zürich ansässigen Fondsmanagers Commodity Capital. [Mehr bei Bloomberg]
Auf Gründerszene: Charles Bahr hat mit gerade mal 17 Jahren schon so einiges auf die Beine gestellt: Neben der Schule baut er bereits sein zweites Generation-Z-Geschäft auf. Wir wollten wissen, welche Tipps er für Gleichaltrige auf Lager hat. [Mehr bei Gründerszene] 
Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:
Das Security-Startup Crowdstrike kommt auf etwa fünf Prozent des Umsatzes seines Rivalen Symantec, ist aber nach dem erfolgreichen Börsengang am Mittwoch etwa gleich viel wert. Die Aktie stieg über 70 Prozent an und erhöhte die Marktkapitalisierung der Firma auf 11,4 Milliarden US-Dollar. Damit hat sich die Bewertung gegenüber der letzten privaten Runde im Juni 2018 nahezu vervierfacht. [Mehr bei CNBC]

Gympass, ein brasilianisches Fitness-Flatrate-Startup, hat sich eine Finanzspritze in Höhe von 300 Millionen US-Dollar von Investoren um den japanischen Fonds Softbank gesichert. Damit wird das Unternehmen, das eine App für weltweit 47.000 Fitnessstudios anbietet, zum „Einhorn“ – das heißt, es ist eine Milliarde Dollar wert. [Mehr bei Handelsblatt] 
Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll über die kontroversen Datenschutzpraktiken bei Facebook informiert gewesen sein, wie es in einem Medienbericht heißt. Das „Wall Street Journal“ berichtet über Insider-E-Mails, die für Facebook zu einem PR-Problem werden könnten. [Mehr bei Wall Street Journal]

Hyundai investiert in Aurora und weitet damit die jahrelange Partnerschaft zwischen dem Autohersteller und dem Startup, das an selbstfahrenden Autos arbeitet, aus. Obwohl ein Betrag nicht veröffentlicht wurde, geht ein Medienbericht von einer Summe unter 30 Millionen US-Dollar aus. [Mehr bei Techcrunch]

Übernahmen: Epic Games, der Entwickler des erfolgreichen Computerspiels „Fortnite“, hat die Video-Chat-App Houseparty erworben, während das E-Scooter-Startup Bird den Rivalen Scoot übernimmt, um sein Angebot in San Francisco zu stärken.  [Mehr bei The Information und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Mehr Diversity für mehr Innovation, schreibt Nico Lumma in seiner Kolumne auf Gründerszene. Seiner Meinung nach sind zu viele Startups reine Männersache und werden zu oft von reinen Männerrunden finanziert. Das muss sich seiner Meinung nach ändern. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!
Eure Gründerszene-Redaktion
Bild: MIGUEL SCHINCARIOL/AFP/Getty Images