- Business

Während du schliefst: N26: Eine Million Neukunden trotz Skandalen

Valentin Stalf konnte die Negativschlagzeilen positiv für sich nutzen.
Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.
Die Top-Themen:
N26 hat in nur drei Monaten eine Million Neukunden gewonnen. Damit bringt es die Berliner Smartphone-Bank inzwischen auf 3,5 Millionen Kunden. Dies gab N26-Gründer Valentin Stalf am Donnerstag bekannt. Die positiven Nachrichten überraschen, nachdem N26 in den vergangenen Monaten hauptsächlich durch Negativschlagzeilen aufgefallen ist.
Ende März berichtete Gründerszene über einen N26-Kunden, dem 80.000 Euro gestohlen wurden – und wie die Bank selbst bei einem so schwerwiegenden Problem nicht gut reagierte. Im April mahnte dann die Finanzaufsicht Reformen bei der Smartphone-Bank an. Die Spitze des Eisbergs war jedoch, als Recherchen von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) kriminelle Aktivitäten entdeckten. Knapp 400 N26-Konten waren dafür eingesetzt worden, Geld aus dem Geschäft mit betrügerischen Shops im Internet zu waschen. [Mehr bei Handelsblatt]
Auf Gründerszene: Der Company Builder Finleap plant einen Check24-Konkurrenten. Dafür sucht das neue Vergleichsportal bis zu 40 Millionen Euro an Investitionen. Das Führungsteam steht bereits fest. [Mehr bei Gründerszene] 
Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:
Facebooks neue Kryptowährung erhält Unterstützung von großen Namen: Visa, Mastercard, Paypal und Uber gehören zu den Unternehmen, die jeweils rund zehn Millionen US-Dollar in ein Konsortium investieren, das die digitalen Münzen regeln wird. [Mehr bei Wall Street Journal]

GE Ventures soll laut eines Medienberichts nach einem Käufer für sein Portfolio von mehr als 100 Startups suchen. Damit will die Muttergesellschaft General Electric offensichtlich eine Trendwende einläuten und ihr Schuldenproblem in den Griff bekommen. [Mehr bei CNBC]

Der Halbleiterkonzern Broadcom hat seine Umsatzerwartung im zweiten Quartal verfehlt und rechnet auch für das laufende Jahr mit schwächeren Zahlen. Dahinter steckt der eskalierende Handelskrieg zwischen den USA und China. [Mehr bei Bloomberg]

VMware versucht, seine Unternehmensausrichtung zu erweitern. Passend dazu hat der Cloud-Spezialist den Kauf von Avi Networks angekündigt, ein sechs Jahre altes Startup, das Software für die Bereitstellung von Unternehmensanwendungen in Rechenzentren und Clouds entwickelt. Ein Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. [Mehr bei Techcrunch]

Airbnb bietet jetzt auch „Abenteuer“: Die Reiseerlebnisse sind eine Sammlung von Touren und Reisen, die zwischen drei Tagen und einer Woche dauern und über den üblichen Stadtrundgang hinausgehen. [Mehr bei Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Der Bundesgesundheitsminister will, dass es Gesundheits-Apps bald auf Rezept gibt. Startups finden die Idee gut, sie könnte ihnen den Zugang zum komplexen deutschen Gesundheitssystem erleichtern. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Freitag!
Eure Gründerszene-Redaktion
Bild: ERIC PIERMONT/AFP/Getty Images