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Zahnbürsten-Startup: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Amabrush

Laut Kundenbewertungen überzeugt die Amabrush-Zahnbürste nicht. Das interessiert jetzt auch die Staatsanwaltschaft. 
Saubere Zähne in nur zehn Sekunden – damit warb das Zahnbürsten-Startup Amabrush. Die Produktidee kam bei vielen gut an. Mehr als 35.000 Unterstützer fand das Unternehmen via Crowdfunding. Doch erst gab es Probleme mit der Lieferung und diejenigen, die ihre Zahnbürste schließlich erhielten, beschwerten sich über die schlechte Reinigungsleistung.
Im April hat der Verbraucherschutzverein VSV deshalb eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft in Wien eingebracht. Die hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf schweren Betrugs aufgenommen. Gegenüber der österreichischen Zeitung Der Standard bestätigte die Behörde die Ermittlungen „gegen fünf Personen und einen Verband“ in Zusammenhang mit einer „vollautomatischen Zahnbürste“. Namen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Startup ein Prozess. 

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Crowdfinanzierte Startup-Zahnbürste Amabrush kämpft mit Kritik

Zu spät geliefert, funktioniert nicht – über das Produkt von Marvin Musialek hagelt es Beschwerden. Doch der Gründer des Zahnbürsten-Startups Amabrush wehrt sich.

Werner Berninger, Pressesprecher bei Amabrush, bezeichnet die Vorwürfe gegen die Firma als „haltlos“. Das Unternehmen wolle diese „Punkt für Punkt“ ausräumen, so Berninger gegenüber Gründerszene, sobald es von der Staatsanwaltschaft dazu die Möglichkeit bekomme.
Der Verbraucherschutzverein überlegt dem Bericht zufolge, auch in den USA rechtlich gegen Amabrush vorzugehen.
Quelle: Amabrush